Heuer hat zum vierten Mal ein schulinterner Schreibwettbewerb stattgefunden – dieses Mal mit einer großen Neuerung: 16 Schüler:innen und zwei Elternteile waren Mitglieder der diesjährigen Jury und haben die kreativen Umsetzungen des Themas nach verschiedenen Kriterien bewertet: Originalität und Kreativität, inhaltliche Umsetzung, sprachliche Gestaltung, Wirkung auf die Leser:innen.
Eindrücke der Jurymitglieder:
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie vor allem die unteren Stufen sehr neue, kreative Ideen in ihre Texte einbauen.“
„Die Texte spiegeln die Lebensphasen der jeweiligen Schreibenden sehr deutlich wider und es ist interessant zu erfahren, was den Jugendlichen so durch den Kopf geht.“
„Besonders erstaunt haben mich die vielseitige Umsetzung und unterschiedlichsten Ideen zum selben Thema.“
„Es war ein spannender Prozess, so viele verschiedene Texte zu lesen und zu versuchen, diese nach Kategorien zu bewerten.“
„Die Arbeit in der Jury war eine Möglichkeit, in die Rolle schlüpfen, die sonst im Unterricht Deutsch-Lehrpersonen übernehmen.“
„Es hat Spaß gemacht und es waren sehr schöne Beiträge dabei.“
„Lauter spannende Geschichten und meine Gratulation an alle Autor:innen!“
Ausgezeichnet wurden die drei besten Texte pro Jahrgang und die Urkunden enthalten jeweils ein persönliches Feedback von Jurymitgliedern.
Allen Jurymitgliedern ein herzliches Danke! Die detaillierte Auseinandersetzung mit den Texten, die Diskussionen über verschiedene Besonderheiten und Auffälligkeiten und vor allem das unglaubliche Engagement waren beeindruckend. Ganz besonders hervorzuheben sind die große Wertschätzung den Texten sowie Schriftsteller:innen gegenüber und der Blick für Nuancen und literarische Feinheiten. Es war eine Bereicherung für Frau Prof. Weinmann und mich, den Schüler:innen beim Arbeiten – beim Lesen, Diskutieren, Notieren und Reflektieren – zuzusehen!
Deshalb nicht nur eine Gratulation an die Schriftsteller:innen, die mit viel Kreativität, Feingefühl und sprachlicher Kunstfertigkeit die großartigen Texte geschrieben haben, sondern auch an die wundervolle Jury!
Und nun zu den ersten Sätzen der acht Sieger:innentexte, vielleicht machen sie ja Lust auf mehr – aufs Weiterlesen, aufs Schreiben sowie aufs Bewerten im nächsten Jahr!
Die vollständigen Texte folgen spätestens im Herbst...
Christa Mitterlehner
1. Klassen: „Der blaue Schmetterling“ von Tim Münster-Lechner, 1C
Max schlief friedlich in seinem Bett. Es war sieben Uhr. Sein Wecker klingelte und Max öffnete die Augen. Ein blauer Schmetterling flatterte in sein Zimmer...
2. Klassen: „Große Sorgen in kleinen Herzen“ von Mathilde Plank, 2E
Alle Telefone in der Wichtel-Notrufstelle-für-Notfälle, kurz WNfN waren besetzt. Wieder einmal hatten Menschen Müllmassen im Meer abgeladen. Das war ein Fall für die Wasserwichtel, die in Island wohnten...
3. Klassen: „Das letzte Versprechen“ von Rashin Saeidavi Pour, 3F
Ein Soldat zu sein war niemals einfach, erst recht nicht in Zeiten, in denen Europa am Rande des Umbruchs stand. Ein Soldat zu sein war eine Last, bedeutete stets Entbehrung, und in dieser unruhigen Zeit noch viel mehr. Théo, ein junger schwedischer Soldat, zog die Kapuze seiner Uniform fester über den Kopf...
4. Klassen: „Der Schmerz in mir“ von Anja Adelbauer, 4A
Kopf hoch. Behalte dein Lächeln. Niemand darf wissen, wie es dir geht. Geh einfach den verdammten Gang entlang.
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Der letzte Schrei. Der letzte Schrei ist etwas Grässliches und Befreiendes...
5. Klassen: „Chiaroscuro“ von Leo Ye, 5D
1. Matthew
Die Wahrheit ist, dass ich am Ende bin. – Dass ich meine Sünden vergelten muss und dass ich Angst habe.
Mein Körper ist vom Schweiß durchnässt, kristallisiertes Blut pumpt wie ein Paradiddle durch mein Herz. Es wickelt seine Finger um meinen Hals...
6. Klassen: „Quesitio“ von Laurenz Schäfer, 6C
Heute wird ein guter Tag, morgen werde ich vielleicht frei sein. Es ist gut, mir geht es gut, sie werden uns schon nicht finden, nicht nochmal. Nicht hier in diesem Versteck, oder? Sie haben Männer überall, vielleicht sogar Spitzel, Verräter, wie sie Papa immer nennt...
7. Klassen: „Meine Beziehung zu Schule.“ von Alexandra Sverdlov, 7C
Wenn Schule eine Person wäre... Ich sterbe jeden Tag ein bisschen für sie. Und jeden Tag wachse ich daraus. Damit ich morgen wieder aufstehen kann.
Schule braucht Zeit. Ganze Tage, fünfmal die Woche. Das ist die Bedingung, könnte man sagen, damit wir zusammenbleiben. Ich hasse das an ihr, wenn ich ehrlich bin, hasse, dass sie für mich entscheidet. Heute wird ein guter Tag, morgen werde ich vielleicht frei sein...
8. Klassen: „Wenn ein Morgen ein Privileg ist“ von Miriam Douet, 8C
Sehr geehrte Damen und Herren, Menschen, die heute Abend nach Hause gehen werden, in ein warmes Bett, in eine sichere Stadt, in ein Leben ohne Sirenen.
Ich würde Sie gerne um etwas bitten. Bevor Sie weiter zuhören, machen Sie für einen Moment ein kleines Gedankenexperiment...
Vom 28. bis 30. Juni 2026 fuhren die 7. Klassen auf Gedenkreise nach Auschwitz/Krakau. Gemeinsam mit dem Verein Morah konnten die Schülerinnen und Schüler auf eindrucksvolle Art und Weise Erinnerungskultur erleben. Auf dem Programm standen die Besichtigung von Auschwitz 1 und Auschwitz 2, das jüdische Viertel Kazimierz, das ehemalige Ghetto, die Fabrik von Oskar Schindler sowie Schauplätze des Films. Ein Workshop zur Aktualität von Antisemitismus und Rassismus rundete die Klassenreise ab.
Derzeit ist die Homepage noch im Werden!

