Gedenkreise nach Auschwitz und Krakau

Vom 28. bis 30. Juni 2026 fuhren die 7. Klassen auf Gedenkreise nach Auschwitz/Krakau. Gemeinsam mit dem Verein Morah konnten die Schülerinnen und Schüler auf eindrucksvolle  Art und Weise Erinnerungskultur erleben. Auf dem Programm standen die Besichtigung von Auschwitz 1 und Auschwitz 2, das jüdische Viertel Kazimierz, das ehemalige Ghetto, die Fabrik von Oskar Schindler sowie Schauplätze des Films.  Ein Workshop zur Aktualität von Antisemitismus und Rassismus rundete die Klassenreise ab.

 

Bericht einer Schülerin über die Gedenkreise nach Krakau 

Für die siebten Klassen endete das Schuljahr mit einer Gedenkreise nach Krakau. Nachdem wir uns im Geschichtsunterricht intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg und der Shoa auseinandergesetzt haben, bekamen wir nun die Möglichkeit, einen der zahlreichen Schauplätze der nationalsozialistischen Verbrechen zu besuchen. Im Zentrum der Reise standen Führungen in den ehemaligen Konzentrationslagern und Vernichtungslagern Auschwitz und Birkenau. Zudem standen Besichtigungen des ehemaligen jüdischen Viertels und des Ghettos, das von 1941–43 bestand, auf dem Programm. 

 

Die drei Tage in Polens zweitgrößter Stadt waren deshalb sehr intensiv. Die Erzählungen und Bilder waren eindrücklich und berührend und haben ganz unterschiedliche Gefühle ausgelöst: Ohnmacht, Trauer, Wut, Unverständnis, Ungerechtigkeit. Obwohl das Programm und wir unter der sommerlichen Hitze von 36 Grad gelitten haben, erhielten wir dennoch einen guten Einblick in das jüdische Leben in Krakau, von der Ansiedlung im separierten Stadtteil Kazimierz bis zur Deportation Zehntausender Jüdinnen und Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager. In knapp 48 Stunden haben wir die Reste der grausamen Vernichtungslager, Baracken und Gegenstände der Shoaopfer gesehen, eine ehemalige Synagoge und den ehemaligen jüdischen Friedhof besichtigt, standen vor der Fabrik von Oskar Schindler und hörten zahlreiche Geschichten vom Leiden unzähliger Menschen. 

 

Dennoch blieb dazwischen auch immer wieder Zeit für eine kurze Pause im Schatten oder eine Besichtigung der Krakauer Altstadt. Zudem setzten wir uns in einem gemeinsamen Workshop mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Antisemitismus und Rassismus auseinander. 

 

Insgesamt war die Gedenkreise eine sehr positive, wenn auch nicht immer leichte Erfahrung und hat eine gute Ergänzung zum Geschichtsunterricht des vergangenen Schuljahres geboten. 

Vielen Dank an unsere Lehrkräfte für diese Initiative!

  

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